26Jun 2013

Tschüss eon

Nach den Querelen mit unserer Stromabrechnung für 2012 haben wir die Notbremse ziehen müssen und haben den Stromanbieter gewechselt.

Was ist passiert? Lasst mich das kurz umreissen.

Anfang 2013 warteten wir vergeblich auf unsere Abrechnung für das vergangene Jahr. Nachdem uns die Gasrechnung (auch von eon!) pünktlich erreichte, blieb die Stromrechnung aus.

Da wir Westfalen ja von der geduldigen Art sind, haben wir brav einige Zeit gewartet. Als wir dann immer noch kein Lebenszeichen von eon bekamen, haben wir den Kundensupport bemüht. Dort zeigte sich, daß unser Anschluss mit einer Abrechnungssperre belegt sei, da wir deutlich weniger verbraucht haben als ursprünglich angedacht und eine weitere Überprüfung nötig sei.

Wir erwarteten also einen Aussendienstler, der nochmal den Zählerstand abliest. Kam aber keiner. Wochenlang. Soweit so schlecht. Wir wussten, daß wir im vergangenen Jahr etwa 500 EUR zuviel für Strom bezahlt haben. Auch wenn es ganz angenehm ist, ein “Polster” zu haben, verunsichert es dann doch, wenn seit Dezember kein Abschlag mehr abgebucht wird.

Nachdem also einige Wochen nichts von eon zu hören war, haben wir wieder nachtelefoniert. Diesmal sei die Abrechnungsperre einem Computerfehler zu verdanken. Aha. Waren wir etwa von dem misteriösen EDV Problem betroffen, über das die NW berichtete?

Lustigerweise scheint eon jährlich von derartigen Problemen getroffen zu werden, siehe hier . PV Anlage konnte bei uns allerdings – mangels Vorhandensein – als Auslöser ausgeschlossen werden.

Wir hatten mittlerweile März und man vertröstete uns auf das “späte Frühjahr”, auf direktes Nachbohren wurde dann der Mai als Datum genannt. Falls wir bis dahin mit unseren Abschlägen in größere Rückstände geraten, wäre man aber kulant mit “zinsgünstigen Ratenzahlungen”…. WIE BITTE?

Diese Späße zogen sich dann, bis Mitte Mai tatsächlich die Stromrechnung im Briefkasten lag.

Nochmal zusammengefasst:

  • eon schafft es nicht in angemessenen Zeitraum eine Abrechnung zu erstellen
  • eon behält nicht den bisherigen Abschlagszahlungen bei, sondern stellt die Lastschriften OHNE INFO einfach ein
  • auf mehrfache Nachfrage gibt es wechselnde Begründungen für das Ausbleiben der Rechnungen
  • manuelle Überweisungen auf das Kundenkonto “wolle man nicht unbedingt”

Wer denkt damit wäre der Spass vorbei, der irrt. Nun kam mit der Jahresrechnung eine Änderung der montatlichen Abschläge. Logisch, wenn man bedenkt, daß sich die Jahreszahlungen nun auf 6 anstatt 12 Monate verteilen. Da wir das nicht einfach so akzeptieren wollten, haben wir erstmal direkt den Abschlag ändern lassen, von 200 auf 150 EUR pro Monat. Nun erreichte uns daraufhin nach dem Urlaub eine neue Jahresabrechnung für 2012 mit verwirrenden Verrechnungen der Überschüsse aus dem Vorjahr und neuen, kumulierten Abschlägen für Mai und Juni von knapp 400 EUR. Nochmaliges Nachfragen förderte zu Tage, daß:

  • die Supporter in Erklärungsnot erfinderisch sind
  • eon bei Änderung des Abschlages das komplette letzte Jahr neu verrechnen muss
  • eon natürlich unfehlbar ist

So, bis hierhin und nicht weiter. Wir haben jetzt den Anbieterwechsel gestartet und schauen mal, wie es anderswo läuft. Wenn eon unser Geld nicht möchte, freut sich ein anderer Anbieter bestimmt drüber.

P.S. Unsere Mieter haben IMMER noch keine Abrechnung für 2012 (!).

Abgelegt in: Organisatorisches;

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