21Jul 2013

Renovierungen II

Weiter gehts im Arbeitszimmer. Das war bisher wirklich nur ein Zweckraum. Weiße Wände, die alten Schreibtische rein und fertig. Bisher hatten wir uns wenig Gedanken um diesen Raum gemacht.

Da ich aber nun doch einige Stunden die Woche hier verbringe, wollte ich wenigstens ein bisschen was für die Optik machen und gleichzeitig die Ergonomie beim Arbeiten am Rechner verbessern. Klar war, daß wir eine Wand mit Verblendsteinen bekleben wollten. Gleichzeitig sollten soviele Kabel wie möglich in den Wänden verschwinden.

Erster Schritt also wiedereinmal der Besuch im Baumarkt. Und hier trifft einen der Schlag. Verblender sind teuer. Kann man evtl. mal einen Restposten abgreifen, hat man Glück und kommt für einen ordentlichen Kurs dran. Aber im Normalmodus liegen die Teile bei 35 EUR pro Quadratmeter und mehr…

Wir hatten uns im Frühjahr mal ein paar Angebote machen lassen und das Projekt dann erstmal auf Eis gelegt.

Während unseres Polenurlaubs im Kuni sind wir dann interessehalber auch einmal durch einen Baumarkt gestiefelt und haben uns dort dann auch mal ein paar Verblender angeschaut. Ganz großes Kino:

Die Verblender, für die wir uns beim örtlichen Baumarkt ein Angebot haben machen lassen, gab es hier auch:

Verblender STEGU Nepal.

Foll Kuhl. Ein Blick aufs Preisschild offenbarte, die Teile kosten hier umgerechnet 16 EUR pro Quadratmeter. Unser Baumarkt vor Ort wollte 45 + Märchensteuer (!). Ähm, ist klar. Also flux nachgerechnet, wieviel wir brauchen und 6 Pakete (4,8qm) eingeladen.

So, nachdem wir die Dinger also 800km durch die Gegend gekarrt haben, lagen die erstmal im Keller. Jetzt haben wir in einem “Weekend-Blitz-Job” die Teile an die Wand gekleistert.

Das ist simpler als Fliesenlegen. Ihr braucht:

1. Verblender
2. Flexkleber (alternativ Natursteinkleber)
3. Zahnkelle
4. Mörtelrührer
5. Eimer
6. Wasser
7. Wasserwaage
8. Maßband,
9. Fuchsschwanz

Wie immer zuerst alle Möbel raus und die gewünschte Wand freimachen. Dann den Untergrund vorbereiten. Idealerweise einmal anschleifen, den Staub runter und dann den Mörtel anrühren. Da wir mit den Steinen direkt über der Schreibtischplatte begonnen haben, also mitten auf der Wand, habe ich zuerst eine Hilfslatte montiert (man kann hier wunderbar eine der Alu-Federschienen nehmen !), damit man eine gerade Linie hat. Auf dieser kann man nun wunderbar die Steine ausrichten und ins Mörtelbett drücken.

Wichtig: achtet darauf, daß die Stöße mörtelfrei bleiben, sonst könnt ihr nicht fugenlos arbeiten ;)

Der Zuschnitt der Steine funktioniert am besten mit einem Fuchsschwanz (Ytongsäge). Ein Winkelschleifer geht auch, macht aber zuviel Dreck und Lärm.

Nachdem die Steine montiert waren, haben wir noch ein paar zusätzuliche Steckdosen montiert und zwei Löcher in die Hohlwand gesetzt, so daß wir Monitor und USB Kabel unsichtbar bis in einen Kabelkanal unter den Schreibtisch legen konnten.

Dann die Möbel wieder rein und fertig :)

Abschliessend noch ein kleiner Vergleich:

Vorher

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Nachher

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Abgelegt in: Ausbau; Haus

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